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Lissabon, Caminho Portugues
[30. & 31.7.2013] Busfahrt nach Lissabon
Die Fahrt von Karlsruhe durch Frankreich und Spanien nach Lissabon dauert diesmal etwas mehr als 36 Stunden. Die zwei interessantesten Abschnitte sind zuerst nachts über die Pyrenäen und später morgens durch die kastilianische Hochebene. Speziell die Fahrt durch die felsige Region in der Umgebung von Burgos - fast wie eine Variante der niederen Alpen, wenn man sich den Schnee und alles Grün wegdenkt und durch trockene Steppenlandschaft ersetzt.
Am zweiten Tag, kurz vor Mittag, muss man den Bus wechseln. In Suca, das aus einer Raststätte, einer Tankstelle und einem riesigen Parkplatz für dutzende Busse besteht. Eine Art Drehkreuz für Busfahrten im spanischen Niemandsland.
Einige Stunden später und nach der portugiesischen Grenze bei einem Halt steigt einer zu, der schon schweren Seegang zu haben scheint und besetzt den letzten Platz. Diskutiert dann mit dem Busfahrer, meint etwas wie "einer zählt keiner", wird zum Schluss aber herauskomplimentiert.
Die Herberge in Lissabon erkennt man erst auf den zweiten Blick und an der Hausnummer - wenn man sich duckt, sieht man, dass an einer kleinen Tür dann auch Hinweise mit "Hostel" angeschrieben sind.
Obwohl diese so unscheinbar ist, die Unterkunft ist sehr gemütlich, im Stil der Pilgerherbergen mit Gemeinschaftsräumen und gut ausgestatteter Küche. Und praktisch, daß man eine Codecarte bekommt, mit der man jederzeit nachts auch hineinkommt.
Heute ist aber das Einzige was ich nach 36 Stunden Busfahrt brauche: eine Dusche, eine Steckdose, um das Smartphone zu laden und ein Bett.
[1.8.2013] Lissabon
Durch die Innenstadt und dann zur Promenade am Meer - oder an der Flussmündung des Tejo, so genau kann man das nicht unterscheiden.
Frage mich, ob ich aussehe als ob ich kiffe - ständig werde ich angesprochen mit "Marihuana?". Die Dealer zeigen auch gleich ihr Angebot wegen der Befürchtung, dass man nicht verstanden hat, was sie anbieten.
Bettler gibt es hier viele - bei ihm kann man sogar auswählen, ob man für Bier, Wein, Whisky oder anderes spendet.
Außergewöhnlich ist in Lissabon die Straßenbahn, besonders durch die Altstadt. Die Fahrt geht durch sehr enge Gassen, nicht viel breiter als die Bahn selbst. Sind jedoch meistens überfüllt mit Touristen.
Der Aufzug zu einer Kirchenruine - eines der Wahrzeichen der Stadt, das man fotografiert haben muss :)
Eine Variante zu den Hop-on-Hop-off-Bussen. Auf Kinder - bzw. deren Quengelfaktor ausgelegt.
Abends hatte ich schon geplant, ein Restaurant auszusuchen. In der Küche der Herberge wird mir dann aber Gratisessen angeboten - eine Portugiesin frittiert dort gerade größere Mengen an paniertem Fisch und kocht dazu Reis mit Kidneybohnen. Scheint ein typisch portugiesisches Gericht zu sein (Ergänzung: Bacalhau, d.h. Stockfisch).
Lerne auch ein paar andere kennen; einen Schweizer, der ein Zimmer für sein Studium in Lissabon sucht, eine Schweizerin und zwei Spanierinnen, die zum Strandurlaub hier sind, sowie eine Japanerin, die insgesamt ein Jahr Urlaub hat. Jedoch keine Wanderer oder Pilger..